Die matriarchalen Jahreskreisfeste
- hainzramona
- 1. Feb. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Apr. 2025

Die acht Jahreskreisfeste im Überblick
Das Begehen des Jahreskreises mit dem Blick darauf, wie sich die Natur im Aussen verwandelt, hat etwas absolut Magisches und führt vor Augen, wie alles einen Zyklus formt und wir sind darin eingebettet als Teil des Ganzen, in keiner Weise getrennt davon.
Dies ist ein erster Überblick über die Feste, es folgen ausführliche Beiträge zu den einzelnen Festen.
Lichtfest
Das zur Wintersonnenwende wiedergeborene Licht ist nun sichtlich stärker geworden und das feiern wir am 1./2. Februar. Die Sonne ist oft gleissend und wenn Schnee liegt lässt sie ihn glitzern und glänzen. In dieser Zeit fliegen uns Ideen nur so zu, Gedankenblitze kommen so schnell, wie sie wieder gehen, wir sind von allem inspiriert. Es zieht uns nach draussen, nach der langen dunklen Zeit. Die weisse Mädchengöttin, die sich gerade erst aus der schwarzen Göttin transformiert hat begleitet uns in dieser Zeit.
Frühlingsfest
Zur Frühlings- Tag- und Nachtgleiche am 19. / 20. / 21. März (je nachdem auf welchen dieser Tage die Tag- und Nachgleiche fällt) hat sich die Erde wieder gewandelt, alles fängt an zu spriessen und bahnt sich den Weg ins Leben. Erste Blüten vor allem in gelber Farbe, wie Narzissen werden sichtbar und erfreuen unsere Augen. Die Sonne wird immer stärker und unterstützt diese Wachstum fühlbar. In dieser Zeit begleitet uns die weisser Jägeringöttin, es ist die Zeit des Neubeginns, der Initiation.
Maifest
Und nochmals hat die Natur sich gewandelt, alles grünt und die Bäume fangen an zu blühen, in zartem Weiss und Rosa. Es ist schon sehr warm und doch kann es auch manchmal noch zu richtigen Kälteeinbrüchen kommen. Die Göttin wandelt sich zu diesem Fest der Wonne am 1. Mai von der weissen zur roten Göttin, die schon ihre Liebesmagie walten lässt. Doch in der Nacht auf den 1. Mai gedenken wir zuerst noch der Menschen, vor allem Frauen, die als Hexen verbrannt wurden.
Sommerfest
Zur Sommersonnenwende am 21. / 22. / 23. Juni (je nachdem auf welchen dieser Tage die Sonnenwende fällt) beginnt der Sommer und sie beschert uns die kürzeste Nacht des Jahres. Das heisst aber auch, das von nun an die Nächte wieder länger werden und genau das feiern wir, den Höhepunkt des Lichts und den Anfang der Dunkelheit. Überall stehen Sommerblumen und erste Früchte reifen. Rot durchzieht die Landschaft und zeigt sich auch die in ihrer vollen roten Pracht, als Fruchtbarkeitsgöttin. Wir feiern die Fülle und das Leben mit diesem Fest.
Schnitterinfest
Zum Zeitpunkt dieses Festes am 1. und 2. August ist Hochsommer und die Sommerblumen stehen alle in voller Blüte und Farbenpracht. Und doch werden die Nächte schon wieder länger und der Wechsel der roten zur schwarzen Göttin ist spürbar. Auf den Felder wird die Getreideernte eingeholt, lange Zeit in Frauen- also Schnitterinnenhand. Sie bringen dem Getreide mit ihrem Schnitt den Tod, doch schenken sie mit den daraus entstehenden Broten Leben und das wird beides mit diesem Fest gefeiert.
Herbstfest
Zur Herbst- Tag- und Nachtgleiche am 21. / 22. / 23. September (je nachdem auf welchen dieser Tage die Tag- und Nachgleiche fällt) fängt die dunkle Hälfte des Jahres an, denn danach sind die Nächte länger als die Tage. Auch wenn die Sonne tagsüber noch Kraft hat, werden die Abende merklich kühler. Die Blätter der Bäume und Sträucher färben sich in allen erdenklichen Orangetönen. Es wird geerntet und Erntedank gefeiert. Das Sterben beginnt langsam, alles zieht sich nach Innen zurück, die schwarze Göttin der Transformation ist deutlich in der Natur zu sehen. Doch wenn die Blätter fallen, bilden sich schon die neuen Knospen und die Wiedergeburt ist bereits zu erkennen.
AhnInnenfest
Zum 1. und 2. November ist das meiste Laub schon gefallen, die Bäume und Sträucher stehen kahl, alles welkt dahin. Oft wird alles in Nebel getaucht, es wirkt unwirklich, wie eine andere Welt. Die Schleier zur Anderswelt der schwarzen Göttin sind nun dünn, wir können diese Welt durchscheinen sehen. Und wir können uns jetzt mit unseren Ahnen verbinden, denn sie kommen auf Besuch. Es ist ein Fest für sie, sie sollen sich wohlfühlen, ihren Segen dalassen und sich hoffentlich bald entscheiden, wieder in die Diesseitswelt zurückzukommen. Diese durchlässige Zeit dauert an, bis zum Fest der Erscheinung am 6. Januar.
Winterfest
Dieses Fest startet mit der Wiedergeburt des Lichts am 21. / 22. / 23. Dezember (je nachdem auf welchen dieser Tage die Sonnenwende fällt) und endet erst am 6. Januar zum Fest der Erscheinung. Dazwischen liegen die magischen Raunächte, die zum Orakeln einladen. Der Winter beginnt, es ist die dunkelste Zeit und wenn Schnee auf Schnee gefriert, entstehen die kuriosesten Gebilde an den Ästen und Zweigen der Bäume und Sträucher. In dieser Zeit wechselt die Göttin von der schwarzen Todesgöttin zur Wiedergeburtsgöttin. Sie verjüngt sich selbst und bringt das Lichtkind zur Welt. Der Kreis schliesst sich und beginnt von vorne, denn das nächste Fest, das Lichtfest, steht schon bald wieder vor der Tür.
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Quellen: diverse Bücher von Heide Göttner-Abendroth, diverse Blogartikel zu den Göttinnen und den Jahreskreisfesten



