Frühlingsfest oder Ostara - Neubeginn und Initiation
- hainzramona
- 1. März 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Apr. 2025

Frühlingsfest der Initiation
Zur Frühlings- Tag- und Nachtgleiche am 19. / 20. / 21. März (je nachdem auf welchen dieser Tage die Tag- und Nachgleiche fällt) hat sich die Erde wieder gewandelt, endlich spriesst das Leben wieder, es erwacht aus der Winterstarre, mit neuer Kraft, nach dem langen Rückzug. Wir strecken langsam unsere Fühler wieder nach aussen, nach dieser langen dunklen Zeit, dem zurückgezogenen nach Innen schauen. Diese Zeit hat uns reifen lassen, uns Inspiration gebracht und jetzt tragen wir mit Schub unsere Ideen nach draussen. Doch sie sind noch zart und brauchen viel Pflege und Schutz, wie alles was wir um uns herum sehen. Es ist eine Zeit der Initiation ins Leben und die grosse Jägergöttin, die vor-olympische Artemis hilft uns dabei.
Aber auch alle Frühlingsbringerinnen, die die Vegetation verkörpern, wie Frejya, Kore oder Blathnat, gehören zu diesem Fest. Und nicht zu vergessen, die Göttin, die dem Frühlingsfest seinen Namen gab, Eostra oder Ostara sowie all ihre Nachfolgerinnen, die Göttinnen der Morgenröte, wie die römische Aurora oder die griechische Eos.
Ein wichtiges Symbol für dieses Fest ist das Oval oder das Ei, in tiefroter Farbe. Es symbolisiert das Leben an sich. aber vor allem das neue Leben, was auch in der Mythologie zu finden ist. Aus dem Weltenei, gelegt von Eurynome, in Gestalt einer Taube, fielen alle Lebewesen und Dinge und so schuf sie die Welt.
Artemis
Die griechische Artemis, als ewige Jungfrau, die all ihre Wirkbereiche durch ihren Vater Zeus geschenkt bekam und ihr römisches Gegenstück Diana, sind bereits patriarchal überzogen. Doch kann die vor-olympische, weisse Göttin darunter erkannt werden, ihr Mondsichel-Diadem und ihr silberner Bogen weisen darauf hin, dass sie eine Mondgöttin ist. Auch weisse Tiere begleiten sie auf ihrer wilden Jagd, die im Frühling das neue Leben aus der Unterwelt bringt.
Artemis zugrunde, liegt eine viel ältere Göttin, die als Wölfin oder Bärin erscheint und alles Wilde und Ungezähmte geschaffen hat. Von ihr wissen die jagenden Menschen, wie die Jagd mit Respekt ausgeübt wird. In Dankbarkeit für die Nahrung, die die erlegten Tiere darstellen. Frauen beaufsichtigten die Jagd und beschwichtigten die Ahninnen der erlegten Tiere und baten sie, neues Leben auf die Welt zu bringen, denn schon seit der Altsteinzeit lag alles, was mit Tod und Wiedergeburt zu tun hat in Frauenhand.
So zeigt sich die Erde
Es ist Frühling, die Sonne bringt überall den Schnee zum Schmelzen, der alles durchtränkt und dadurch zum Spriessen bringt. Überall ist die wilde, ungezähmte Kraft des Frühlings zu sehen, der kleine, zart aussehende Pflanzen durch die Erde brechen lässt, sie zeigen sich vor allem in weiss und gelb.
Es schwankt zwischen warm und kalt, denn trotz der erstarkten Sonne, kommen ab und an noch Schneeschauer oder kalte Güsse von oben. Wilde Stürme zerzausen nicht nur unsere Haare, sondern nehmen auch noch alles Restliche, was morsch ist und nicht mehr hält mit, um Platz für das Neue zu schaffen. Das ist auch kein Wunder, denn das Element dieses Festes ist noch immer Luft und wir spüren sie überall.
Wie du dieses Frühlingsfest begehen kannst
Um das Frühlingsfest zu feiern kannst du dich mit der Farbe und Symbolik, die es begleiten verbinden. Es ist noch ein weisses Fest, denn es geht um die weisse Jägergöttin und ihre Symbole sind die wachsende Mondsichel und weisse Tiere, vor allem der mythische, weisse Hirsch. Langsam aber mischt sich etwas gelb, durch die wiederkehrende Vegetation, dazu und das tiefe Rot der Lebenseier darf nicht fehlen.
Zieh dir etwas Weisses an und bereite dieses Mal gelbe Speisen zu (oder Nahrungsmittel die zu dieser Jahreszeit passen) z.B. runde Gebäcke, die den Mond symbolisieren und dazu rote Eier.
Setz dich draussen in den brausenden Frühlingswind und lass dir die Haare zerzausen. Der Wind kann dir auch helfen deinen Kopf zurechtzurücken und die Ideen, die spriessen sollen, dürfen jetzt so langsam in die Umsetzung gebracht werden. Erste Konzepte werden niedergeschrieben und die Planung für das kommende Jahr darf sich entfalten.
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Quellen: diverse Bücher von Heide Göttner-Abendroth, diverse Blogartikel zu den Göttinnen und den Jahreskreisfesten


